PFiFFikus

Die betreute Spielgruppe PFiFFikus ist Teil des Vereins PFiFF e.V. in Ladenburg.

Angebot

Öffnungszeiten:

Montag bis Donnerstag, jeweils von 8:30 bis 12:15 Uhr.

 

Beiträge:

Im monatlichen Beitrag 160 Euro sind Frühstück und Material enthalten. Der Ferienmonat August ist beitragsfrei.

Voraussetzung ist eine Mitgliedschaft im PFIFF e.V.

 

Ansprechpartner:

Sandra Hölzel
Telefon: 06203-661356
Email: pfiffikus@pfiff-ladenburg.de

Aktuelle Gruppe

Pfiffikus-Team:
v.l. Sandra, Mika, Melanie, Kerstin

Konzept

Organisatorisches

In einer kleinen Gruppe werden 10 Kinder im Alter von 2-3 Jahren von zwei bis drei Betreuerinnen begleitet. Zwei Plätze sind für Kinder mit Behinderungen reserviert.

Die Spielegruppe trifft sich im Reinhold-Schulz-Waldpark und hält sich vorwiegend im Freien auf. Im Winter und für Regentage stehen ein gut ausgestatteter Gruppenraum ("Zebra") und das Glashaus zur Verfügung.

Der Tagesablauf ist eingebettet in ein Begrüßungslied und eine Abschlussrunde mit Liedern und Spielliedern. Nach dem Begrüßungslied ist freie Spielzeit bis zum Frühstück, das die Kinder gemeinsam einnehmen. Danach bieten die Betreuerinnen ein altersgemäßes Spiel oder eine Bastelarbeit an. Diese Angebote orientieren sich an den Jahreszeiten und den jeweiligen Bedürfnissen und Ideen der Kinder. Auch die Feste des Jahreskreises haben ihren Platz in der Gestaltung des Tagesablaufes, genau so wie Bewegungs- und Rollenspiele. 

Um ein gutes Zusammenwachsen der Gruppe zu ermöglichen, bauen wir auf aktive Mitarbeit der Eltern. Aktuell wird z.B. das nachhaltige Bio-Essen der Eltern organisiert, die Pfiffikusfeste werden von Eltern verantwortlich mitgestaltet und organisiert, ein wöchentlicher Putzplan (die Kinder spielen dabei meist im Pfiffikus) ist seit Jahren selbstverständlich.

Inklusion

Grundsätzliches Anliegen der „Betreuten Spielgruppe PFiFFikus“ ist die Inklusion von Kindern mit Behinderungen. Sie machen mit ihren Familien oft die Erfahrung, dass ihren Bedürfnissen innerhalb der so genannten Normalität nicht Rechnung getragen wird. Die notwendige Unterstützung, Hilfen und Entlastungen werden meist nur im Rahmen von Sondereinrichtungen angeboten. Deshalb müssen die Kinder oft frühzeitig auf eine vielfältige, spontane und alltägliche Gemeinsamkeit mit nicht behinderten Spielkameraden, mit Nachbarskindern und anderen Menschen ihres Umfeldes verzichten. Demgegenüber bietet die Spielgruppe allen Kindern die Möglichkeit, sich gegenseitig in ihrer Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit zu erleben und sich spielerisch mit „Anderssein“ auseinander zu setzen.

Pädagogisches Konzept

Nichts ist im Geist, was nicht in den Sinnen war.
(Maria Montessori)

Ganzheitliche Förderung in allen Bereichen

Da wir uns die meiste Zeit des Tages im Freien aufhalten, erleben die Kinder die umgebende Natur als vielfältigen Erfahrungsraum. Sie erleben den Wechsel der Jahreszeiten, beobachten Pflanzen und Tiere, und entwickeln eine innere Beziehung zur Natur. Das Gelände des Waldparks kommt der Bewegungsfreude der Kinder entgegen. Sie rennen, hüpfen, laufen auf Gras und über Hügel, erkunden mit Rädchen und Bobbycars das Gelände. Spielmaterialien, wie z.B. Sandspielsachen, Bälle und Seile stehen zum Spiel im Freien zur Verfügung. Hauptsächlich nutzen die Kinder aber die Materialien, die in der Natur vorhanden sind.

Neben dem Freispiel draußen oder im Gruppenraum werden die Kinder durch gezielte, altersgemäße Angebote in allen Bereichen gefördert. Es finden Werk-, Mal- und Bastelangebote statt, die neben der Feinmotorik die Kreativität anregen. Verschiedene Zuordnungsspiele auch aus dem Bereich der Montessoripädagogik unterstützen die kognitive Entwicklung.

Hilf mir, es selbst zu tun.“ (Montessori)

Der Alltag in einer Kleingruppe bietet viele Möglichkeiten, selbständig aktiv zu werden und alltägliche Fertigkeiten zu erlernen. Die Kinder erhalten die Zeit, Ruhe und die entsprechenden Hilfestellungen, um immer selbständiger und von Erwachsenen unabhängiger zu werden.

Sprache und musikalische Förderung

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die sprachliche und musikalische Förderung. Neben den „Alltagsgesprächen“ erweitern Lieder, Bilderbücher, Sing- und Kreisspiele den Wortschatz und kommen dem Sprachbedürfnis der Kinder entgegen. Einfache Instrumente und Klangmaterialien werden zum Singen eingesetzt. Sprache, Musik und Bewegung bilden eine Einheit und sprechen die Gesamtpersönlichkeit der Kinder an. 

Sozialerfahrungen

Für die meisten Kinder ist der PFiFFikus eine erste Möglichkeit, außerhalb der Familie Erfahrungen in einer Kleingruppe mit Gleichaltrigen zu machen. Für die Eingewöhnung nehmen wir uns genügend Zeit, um den Übergang in die Gruppe für alle gut zu gestalten. Diese Zeit ist uns sehr wichtig.

Die Kinder erleben, wie sie miteinander spielen und umgehen können, wie aber auch ein Streit gelöst werden kann. Sie lernen; sich abzugrenzen, Gefühle bei anderen wahrzunehmen; und auch eigene Gefühle auszudrücken. Sie finden Wege zueinander, für die sie immer wieder die Hilfestellung der Erwachsenen brauchen. Im Alter von 2 Jahren beschäftigen sich die Kinder hauptsächlich nebeneinander und wechseln oft die Spielpartner und Spiele. Mit der Zeit werden die Zeiten des gemeinsamen Spiels länger und Freundschaften entstehen. In der kleinen, überschaubaren Gruppe lassen sich soziale Konflikte konstruktiv lösen. Die Kinder lernen, dabei zunehmend die Sprache einzusetzen. Soziale „Grundregeln“ wie Teilen, Hergeben, Abwarten, Rücksichtnahme und die „sozialverträgliche“ Durchsetzung der eigenen Bedürfnisse und Ideen werden geübt. 

Grundsätzlich ist uns wichtig, die Individualität und Eigenständigkeit der Kinder zu achten, auf ihre Bedürfnisse und Gefühle einzugehen und eine freundliche Atmosphäre zu schaffen, in der sich jedes Kind geborgen und akzeptiert fühlt.